15. Februar: Anarchafeministische Filmreihe #01

10931009_883969934981306_3020623873864963705_nAm 15. Februar zeigt der AK Anarchafeminismus der ASJ Berlin : „Warum eigentlich … bringen wir den Chef nicht um?“ (Originaltitel: „9 to 5“ /1980/ 110 Min. OmU) und startet damit in eine kleine Filmreihe:

Judy, Violet und Doralee arbeiten für den Konzern „Consolidated“, wo sie tagtäglich unter den Lügen, Belästigungen und Anweisungen ihres despotischen Chef Franklin Hart junior leiden. Nach einem Streit verbünden sich die drei Frauen: Sie üben Rache und setzen Hart außer Gefecht. Was darauf folgt – die Übernahme des Konzerns und die “arbeitnehmerfreundlichen” Umstrukturierungen durch die Frauen – stimmt nachdenklich über die Entwicklungen des Kapitalismus im späten 20. Jahrhundert.

Zum Film gibt’s natürlich Popcorn, Getränke und auch Kuchen. Also kommt vorbei, es wird utopisch !

Den Trailer findet ihr hier.

Sonntag, 15. Febraur | 17 Uhr macht der Laden auf, 18 Uhr startet der Film

28.01. | 20:00 Uhr | Kritische Jurist_innen Tresen zu politischer Justiz in Deutschland 1917-1935

Der Fall Werner Scholem

Werner Scholem, geboren 1895 in Berlin, hatte als junger Sozialist im Kaiserreich seinen ersten Kontakt mit der Justiz: an “Kaisers Geburtstag” demonstrierte er in Uniform gegen den Weltkrieg, entging knapp einer Verurteilung wegen Landesverrat, verbrachte jedoch wegen “Majestätsbeleidigung” 10 Monate in Haft. Die Erfahrung prägte sein Leben. Er trat 1920 zur KPD über und von nun an blieb die “Politische Abteilung Ia” der Berliner Polizei eine ständige Begleitung in Scholems Leben: Als Redakteur der “Roten Fahne” musste er sich 1921 wegen eines Zeitungsartikels einem Verfahren wegen Hoch- und Landesverrat stellen, flüchtete ins Ausland und wurde schließlich wegen Mangel an Beweisen freigesprochen. Im Jahr 1924 kam ein weiteres Hochverratsverfahren hinzu, dass 1928 nur durch eine Generalamneste niedergeschlagen wurde. Scholems letzter Prozess folgte 1935 vor dem NS-Volksgerichtshof, ebenfalls ein Hochverratsprozess. Dieser endete mit einer Überraschung: Freispruch! Dennoch verbrachte Scholem den Rest seines Lebens als “Schutzhäftling” im KZ, wo er 1940 ermordet wurde. Continue reading 28.01. | 20:00 Uhr | Kritische Jurist_innen Tresen zu politischer Justiz in Deutschland 1917-1935

Mittwoch, 21.Januar, 20 Uhr: Veranstaltung zum KZ und Zuchthaus Sonnenburg

In Sonnenburg, heute Slonsk in Polen, richteten die Nazis im April 1933 eines der ersten KZs ein, in das u. a. viele in Berlin inhaftierte Antifaschisten transportiert und dort gequält wurden. Häftlinge waren z.B. Erich Mühsam, Hans Litten und Carl von Ossietzky. Nach Schließung des KZs 1934 wurde das Lager wieder Zuchthaus und neben politischen Gefangenen kamen auch über tausend Häftlinge aus Westeuropa dorthin, die in Nacht-und-Nebel-Aktionen gefangen wurden. Am 30. Januar 1945, wenige Stunden vor dem Eintreffen der Roten Armee, massakrierte ein SS-Kommando die letzten, mehr als 800 verbliebenen Häftlinge.

Museum Slonsk

Am 30. Januar 2015, dem 70. Jahrestag des Massakers, soll das daran erinnernde Museum in Slonsk nach Renovierung wiedereröffnet werden.  Ein Arbeitskreis der Berliner VVN hat für diese Gedenkstätte eine Ausstellung mit dem Anliegen erarbeitet, Sonnenburg/Slonsk als Ort des Terrors stärker in der deutschen, polnischen und europäischen Erinnerungskultur zu verankern, aber auch einen Beitrag gegen Rassismus, Neonazismus und Antisemitismus zu leisten. Trotz der weit fortgeschrittenen Vorbereitung und bald anstehenden Neueröffnung der Ausstellung ist ihre Realisierung ungewisser denn je zuvor. Aufgrund der ablehnenden Haltung politischer Verantwortlicher bleibt es fragwürdig, ob die Ausstellung am 30. Januar tatsächlich eingeweiht wird. Insofern wollen zwei Mitglieder des Arbeitskreises nicht nur über ihre Arbeit informieren, sondern Interessierte gleichermaßen zu einer Teilnahme an der Gendenkverstaltung in Slonsk bewegen.

Los geht’s Mittwoch, 21.01.2015 um 20 Uhr

Wie jeden 3. Mittwoch im Monat, laden die Punks aus’m Kiez nebenbei noch zum gemütlichen abasseln.  Das heißt wie immer warme Vokü, kaltes Dosenbier und krasse Punkkonserve

Antifascist Oi!

[17. Januar] Politischer Reisebericht aus Nord-Kurdistan

Zwischen dem 23.12. und dem 8.1. sind wir mit einer dreiköpfigen Gruppe durch Nord-Kurdistan gereist. Wir haben Aktivist*innen der kurdischen Bewegung getroffen und interviewed, Bildmaterial aufgenommen und nach ihrem politischen Programm, sowie dessen Umsetzung und Möglichkeiten für Solidaritätsarbeit gefragt (Reiseblog). Diese Eindrücke, Erfahrungen und Inhalte wollen wir präsentieren und zur Diskussion stellen.

Drei inhaltliche Schwerpunkte wollen wir in unserem Vortrag ansprechen. Zum einen die Position von Frauen und ihre Selbstorganisierung im Kampf um ihre Rechte. Zum anderen unsere Eindrücke von Repression und Besatzung in Nordkurdistan und der Entstehung einer Kultur des Widerstandes. Und als drittes die aktuelle Situation im türkisch-syrischen Grenzgebiet.

Der Vortrag wird sich irgendwo zwischen Reisebericht und politischer Debatte bewegen. Wir werden versuchen, unsere inhaltlichen Punkte anhand von Fotos und kurzen Filmsequenzen darzustellen. Im Anschluss laden wir zur Kneipe mit leckeren Soli-Cocktails, um Geld für die Genoss*innen in Rojava zu sammeln.

Samstag, 17. Januar | 20:00 Uhr | Eintritt wie immer frei

[14. Januar] Küfa & Infoveranstaltung: “Operation Pandora”

Aktuelle Infos und Hintergründe zur “Anti-Terror”-Operation gegen Anarchist*innen in Spanien

Solidaritätsdemonstration am 16. Dezember in Madrid

Am 16. Dezember fand im spanischen Staat eine große Polizeioperation unter dem Namen “Operation Pandora” statt. Vierzehn Häuser und soziale Zentren in Barcelona, Sabadell, Manresa und Madrid wurden durchsucht und 11 Menschen verhaftet und zur Audiencia Nacional gebracht, einem Sondergericht in Madrid, das für Anliegen “von nationalem Interesse” zuständig ist. Auf Anforderung des Staatsanwalts ordnete der Richter für 7 der Gefangenen U-Haft unter dem Vorwurf der Gründung, Bewerbung, Verwaltung und Mitgliedschaft in einer terroristischen Organisation an. Die restlichen 4 wurden unter Auflagen freigelassen.
Mit der Infoveranstaltung möchten wir einen Überblick über die Geschehnisse der letzten Wochen geben.

14. Januar | 20:00 Uhr Küfa, 21:00 Uhr Veranstaltung | Eintritt ist natürlich frei

17.12.: Antifa-Punx present: Mobi gegen Naziaufmarsch in Magdeburg

Wie jetzt Naziaufmarsch?! Ich dachte das heißt jetzt Bürgerproteste… So könnte man denken bei all den rassistischen Demos, die jede Woche in Berlin ablaufen. Und auch wenn wenn es mit den deutschen Wutbürgern eigentlich genug zu tun geben sollte, darf der Blick über die Stadtgrenze nicht vergessen werden.blockaden Denn neben den schwarz-rot-gelben Bürgermobs läuft immernoch genug schwarz-weiß-rotes Faschopack rum.

Und da lohnt ein Blick nach Sachsen-Anhalt und konkret Magdeburg, wo sich im Januar 2015 die Bombardierung der Stadt durch die Royal Air Force zum 70. Mal jährt. Es ist davon auszugehen, dass sich zu diesem Anlass wieder rund 1000 Nazis zu einem “Trauermarsch” zusammmen finden werden. Und genau das gilt es zu verhindern. Aus diesem Grund hat sich das antifaschistische Bündnis “By all means necessary” gegründet, welches mit einer bundesweiten Kampagne gegen den Naziaufmarsch mobilisiert. Vertreter_innen aus dem Bündnis werden an diesem Abend über die Entwicklung des “Gedenkmarsches” und die verschieden Formen des Gegenprotests berichten und versuchen einen Ausblick zu geben, was uns im Januar in Magdeburg erwartet.

Los geht’s 20 Uhr. Im Anschluss Punkrock-Tresen mit Dosenbier und anderen Kaltgetränken und warmes Essen gibt’s auch. Oi!

VorabPlakat MD15

[10.12.] Küfa & Infoveranstaltung: “Solidarität mit den Kämpfen in Griechenland!”

Soli-BannerInfoevent über die aktuelle Situation mit griechischem Essen (vegan-vegetarisch) und Soli-Tsipouro!
English and greek translation is possible.

SOLIDARITÄT MIT DEN KÄMPFEN FÜR FREIHEIT UND WÜRDE
Der anarchistische Kämpfer N. Romanos, der für den zweifachen Banküberfall in Velvento/Kozani in Griechenland inhaftiert wurde, wurde nach seiner Teilnahme an Aufnahmeprüfungen verschiedener Universitäten an einer Fakultät in Athen angenommen. Die wiederholten Anträge für berechtigten Bildungsurlaub wurden durch staatliche Mechanismen abgelehnt. Am 10.11. hat er entschieden, mit seinem Körper als Barrikade, einen Hungerstreik zu beginnen, der bis heute dauert und bis zum Sieg oder Tod geht, ohne Rückkehr. Wieder einmal ist die Rache des Staates gegen eine Person, die bis zum Ende kämpft, die den Kopf hoch hält, die seine Werte und politischen Ideen gegen ein autoritäres, ausbeutendes System verteidigt, offensichtlich. Seine Genossen Michailidis, Bourzoukos und Politis haben aus Solidarität auch einen Hungerstreik begonnen. Continue reading [10.12.] Küfa & Infoveranstaltung: “Solidarität mit den Kämpfen in Griechenland!”

Kritische Jurist_innen Tresen am Mittwoch, 26.11.

“Nazis und Justiz in Sachsen-Anhalt”

Oury Jalloh verbrannte in einer Polizeizelle in Dessau, ein Polizist erhält dafür eine Geldstrafe, alle anderen Beteiligten werden frei gesprochen. In Bernburg wird Abdurrahman E. von neun Nazis rassistisch beleidigt, lebensgefährlich geschlagen und gegen den Kopf getreten. Das Gericht schließt das Mordmotiv “Ausländerfeindlichkeit” aus und macht das Opfer teilweise zum Täter. In Magdeburg marschieren jedes Jahr bis zu 1000 Nazis durch die Stadt und im Anschluss werden Antifaschist_innen kriminalisiert. Die Justiz in Sachsen-Anhalt will den rassistischen Normalzustand konsequent nicht anerkennen. Dazu werden wir beispielhaft den Bernburg-Prozess und Oury Jalloh-Prozess in den Blick nehmen. Im Rahmen der Mobi-Kampagne “By All Means Necessary” werden Informationen über Nazistrukturen in Sachsen-Anhalt, den Aufmarsch im Januar in Magdeburg sowie die Gegenproteste vorgestellt.

Ansonsten gibt’s auch wie immer Küfa und kalte Getränke am Tresen und zwei Kicker und eine fantastische FreeBox im Keller.