Unsere TIPPs für dieses Wochenende: Kundgebungen und Demos rund um den Tag der Wohnungslosen, für das Recht auf Stadt und für selbstverwaltete Räume

Dieses Spätsommer-Wochenende ist viel los auf den Straßen in Berlin.

Falls ihr noch unentschieden seid, wollen wir euch auf folgende 4
Veranstaltungen aufmerksam machen:

*Fr., 11.09., 16-22 Uhr – Reichenberger Straße zwischen Ohlauer und
Lausitzer*
Gleich startet in der Nähe der Meuterei um 16 Uhr die
Reichenberger-Straßenkundgebung mit Musik, Essen und Infoständen
Es spielen u.a. HC BAXXTER, Option Weg, Ponys auf Pump, Lauratibor
Kiezoper und Aerophilia zeigen Luftakrobatik.
*Widerständig bleiben! Kiezkultur erhalten!*

https://leutefuerdiemeute.noblogs.org/

* Fr, 11.09., 19 Uhr, Rotes Rathaus – Kundgebung am Tag der Wohnungslosen*

In Berlin sind tausende Menschen obdachlos. Sie sind auf der Straße
Kälte, Gewalt und dem Coronavirus ausgesetzt. Gleichzeitig stehen hier
massenhaft Wohnungen aus Spekulationsgründen leer. Das ist ein Skandal!
Wohnen ist ein Menschenrecht!
Wir wollen am 11.09., dem Tag der Wohnungslosen, Ein Zeichen gegen diese
Zustände setzen. Deshalb sammeln wir uns zur Kundgebung am Freitag,
11.09., um 19:00 vor dem Roten Rathaus. Anschließend ziehen wir zum
Bhf Alexanderplatz, dort gibt es noch einige abschließende
Redebeiträge. Mit dabei sind verschiedene Organisationen, u.a. Das
Armutsnetzwerk e.V., Zwangsräumung Verhindern, die Selbstvertretung
Wohnungsloser Menschen e.V., und unser gemeinsames Bündnis
Leavenoonebehindnowhere. Gemeinsam sagen wir: Leerstand nutzen –
Obdachlosigkeit beenden! Wohnungen für alle!

https://www.facebook.com/events/651057342206392/

*Sa, 12.09., 20 Uhr, Wassertorplatz*
Interkiezionale Demo – Freiräume verteidigen – in der Offensive bleiben
12.09.2020 – Wassertorplatz – 20 Uhr
Kommt zur Interkiezionale Demo im Rahmen der feministischen Aktionswoche
der Liebig 34!! Wir wollen pünktlich loslaufen. Bitte tragt
Mund-Nasen-Schutz und achtet auf Abstände. One struggle – one fight!!

https://defendliebig34.noblogs.org/

Feministische Aktionswoche & Demo 7.-13.09.

*So, 13.09., 18 Uhr, Mainzer Straße (Fhain): Kundgebung “30 Jahre
Mainzer Straße – Freiräume statt Investor*innenträume”*
In Erinnerung an einen Straßenzug in Friedrichshain, der in der
Wendezeit fast komplett besetzt war und in einer mehrtätigen
militärischen Kampagne der Bullen geräumt wurde.
Musikalische Kundgebung u.a. mit dem Rattenchor und Don Potter.

Worum geht es?


Kontakt:
Blog: friedel54.noblogs.org
E-Mail: f54@riseup.net
(pgp-key & Fingerprint:
https://friedel54.noblogs.org/kontakt/)
Facebook: @Friedel54
Twitter: @kiezladen_f54

Euer Friede ist Gewalt!

Am vergangenen Samstag wurde mit der „Raus aus der Defensive“ Demonstration ein entschlossenes Zeichen gesetzt, um der Wut auf die bestehende Gesellschaftsordnung Ausdruck zu verleihen und die anstehende Räumungswelle kraftvoll einzuleiten. Es wurde sich dazu entschlossen, in die Offensive zu gehen und es nicht einfach hinzunehmen, dass Bullen am kommenden Freitag, dem 07.08.2020 im Interesse des Kapitals versuchen werden, uns aus unserer Kiezkneipe zu prügeln, damit eine Immobilienfirma das Objekt möglichst profitabel an einen neuen Eigentümer übergeben kann.

Die Reaktionen kennen wir schon lange: Ihr betitelt uns als linke Chaoten, denen der eigentliche Grund dieser Demonstration völlig egal wäre. Uns gehe es um nichts anderes als darum, unserem willkürlichen Hass Ausdruck zu verschaffen und diesen gegen die Polizei, den Hüter der freiheitlich-demokratischen Grundordnung zu richten. Die Gewalt zeige erneut, dass die Gefahr von links für ein demokratisches Zusammenleben kein bisschen weniger gefährlich sei als die von rechts. Solchen Müll von sich zu geben, zeugt jedoch nicht von einer demokratischen Grundgesinnung, sondern von einer völligen Unkenntnis der bestehenden gesellschaftlichen Verhältnisse und einem falschen Begriff von Gewalt.

Denn die bestehende Gesellschaftsordnung selbst beruht auf dem Prinzip der Gewalt. Die heile Welt, die ihr propagiert, bedeutet für einen Großteil der Gesellschaft ein Leben in unerträglichen Zuständen. Seien es Geflüchtete, die in der täglichen Angst leben, in ihre Herkunftsländer abgeschoben zu werden, die sie unter der Gefahr des eigenen Todes verlassen haben. Seien es Rentner*innen, die die letzten Jahre ihres Lebens damit verbringen müssen, Pfandflaschen aus Mülleimern zu sammeln, um sich selbst noch versorgen zu können. Oder seien es die Obdachlosen in Berlin, die täglich betteln und um ihren Schlafplatz bangen müssen, während überall Wohnungen in dieser Stadt zu Spekulationszwecken leer stehen. Der bestehende Friede hat die Tausenden von Toten im Mittelmeer zur Folge. Die bestehende Ordnung verwandelt unser Leben tagtäglich in eine sinnlose Abfolge von Arbeit und Konsum, die sich in der Idiotie der überall entstehenden Start-Ups vollendet. Wenn sich Menschen gegen ihr Schicksal wehren, um ihre Abschiebung zu verhindern oder ihre Obdachlosigkeit durch die Besetzung von leerstehenden Häusern zu überwinden, wird die Polizei die waltende Ordnung mit ihren Knüppeln durchsetzen. Mittels Zwangsräumungen und der Zerschlagung von Protesten im Interesse des Kapitals wird Berlin wie so viele andere Städte immer weiter in einen lebensfeindlichen Raum verwandelt.

In diesem Sommer steht nun eine massive Räumungswelle linker Projekte unter einem rot-rot-grünen Senat bevor. Es werden uns weitere Räume genommen, an denen die zwischenmenschliche Kälte der kapitalistischen Gesellschaft noch nicht vollends Einzug erhalten hat. Orte, an denen wir noch ein Bier trinken dürfen, wenn wir das Geld dafür nicht haben. Orte, an denen wir uns abseits des konkurrenzdurchdrungenen Schulbetriebs bilden können. Orte, an denen wir uns nicht in eine Geschlechterordnung gepresst fühlen, in die wir nicht passen wollen. Orte, an denen wir uns als Menschen begegnen, diskutieren, trinken und uns gegen eine Gesellschaft organisieren können, die uns in Klassen spaltet, Menschen unterdrückt und sich immer weiter faschisiert. Linke Parteien, die sich in den Phasen des Wahlkampfs so gerne als das Sprachrohr der einfachen Arbeiter*innen und Mieter*innen darstellen, wirken fleißig an der Umgestaltung unserer Stadt nach den Interessen des Kapitals mit. Sie versprechen in jedem Wahlkampf das Blaue vom Himmel, um nach ihrer Wahl Menschen mittels Polizeigewalt aus ihren Kiezläden, Wohnprojekten und Mietwohnungen zu prügeln. Die Profite des Kapitals und der Knüppel der Polizei gehen seit jeher Hand in Hand, die Gewinne der Besitzenden sind durch die Gewalt gegen die Besitzlosen erkauft. Zu denken, die nächste Sitzblockade oder die nächste linke Regierung könnten diese strukturelle Gewalt abschaffen, ist nicht Ausdruck einer demokratischen Grundgesinnung, sondern eines Mangels an kritischem Bewusstsein. Trotz so vieler „linker“ Regierungsperioden wächst die Schere zwischen arm und reich immer weiter, werden die Mieten immer teurer, das Grenzregime immer rigider und das Leben in dieser Stadt täglich beschissener. Das Ende der Gewalt, bestünde darin, das menschliche Leiden, dass diese Gesellschaft tagtäglich produziert, zu beenden. Das Ende der Gewalt hieße ein solidarisches, selbstorganisiertes Zusammenleben durch die Menschen einer Stadt an die Stelle der brutalen Koexistenz von Armut und Reichtum zu setzen, die heute das Stadtbild von Dahlem bis nach Marzahn prägt.

Wenn ihr euch also einmal wieder ernsthaft mit der Frage der Gewalt auseinandersetzen möchtet, dann sprecht über die Toten im Mittelmeer, die Menschen ohne Obdach und die Renter*innen ohne Geld. All die Menschen, denen die Würde genommen wird, während andere in ihren Villen im Grunewald und auf ihren Yachten im Hafen von Monaco die Champagnerkorken knallen lassen. Sprecht über den immer wiederholenden Verrat linker Parteien an den Menschen, die sich gegen diesen unerträglichen Zustand der Welt zur Wehr setzen. Sprecht über die andauernde Zerstörung von Orten des sozialen Miteinanders und der Lebenswelt von Menschen, die in der Stadt der Reichen keinen Platz finden. Und hört auf unseren Kampf gegen diese unerträglichen Zustände als die eigentliche Gewalt zu bezeichnen. Über dessen Legitimität wusste bereits Bertolt Brecht in einem Lied zu singen:

 

„In Erwägung unserer Schwäche machtet

ihr Gesetze, die uns knechten soll’n

Die Gesetze seien künftig nicht beachtet,

in Erwägung, dass wir nicht mehr Knecht sein woll’n.“

 

 

Vergangenen Samstag war erst der Anfang! Die nächsten Termine:

Mi 05.08. , 19 Uhr, Köpi , Interkiezionale VV

Do 06.08. , ab 20 Uhr, Lange Nacht der Weisestraße

Fr 07.08. , 9 Uhr , Räumung des Syndikat verhindern

Fr 07.08. , 17 Uhr, Herrfurthplatz – Kiezdemo gegen Räumungen – Syndikat bleibt

Fr 07.08. , 21 Uhr, wütende Tag X – Sponti  (Der Ort der Sponti wird kurzfristig bekannt gegeben)

 

Die Stadt der Reichen angreifen – die Projekte verteidigen!

Euer Friede ist Gewalt

Am vergangenen Samstag wurde mit der „Raus aus der Defensive“ Demonstration ein entschlossenes Zeichen gesetzt, um der Wut auf die bestehende Gesellschaftsordnung Ausdruck zu verleihen und die anstehende Räumungswelle kraftvoll einzuleiten. Es wurde sich dazu entschlossen, in die Offensive zu gehen und es nicht einfach hinzunehmen, dass Bullen am kommenden Freitag, dem 07.08.2020 im Interesse des Kapitals versuchen werden, uns aus unserer Kiezkneipe zu prügeln, damit eine Immobilienfirma das Objekt möglichst profitabel an einen neuen Eigentümer übergeben kann.

Die Reaktionen kennen wir schon lange: Ihr betitelt uns als linke Chaoten, denen der eigentliche Grund dieser Demonstration völlig egal wäre. Uns gehe es um nichts anderes als darum, unserem willkürlichen Hass Ausdruck zu verschaffen und diesen gegen die Polizei, den Hüter der freiheitlich-demokratischen Grundordnung zu richten. Die Gewalt zeige erneut, dass die Gefahr von links für ein demokratisches Zusammenleben kein bisschen weniger gefährlich sei als die von rechts. Solchen Müll von sich zu geben, zeugt jedoch nicht von einer demokratischen Grundgesinnung, sondern von einer völligen Unkenntnis der bestehenden gesellschaftlichen Verhältnisse und einem falschen Begriff von Gewalt.

Denn die bestehende Gesellschaftsordnung selbst beruht auf dem Prinzip der Gewalt. Die heile Welt, die ihr propagiert, bedeutet für einen Großteil der Gesellschaft ein Leben in unerträglichen Zuständen. Seien es Geflüchtete, die in der täglichen Angst leben, in ihre Herkunftsländer abgeschoben zu werden, die sie unter der Gefahr des eigenen Todes verlassen haben. Seien es Rentner*innen, die die letzten Jahre ihres Lebens damit verbringen müssen, Pfandflaschen aus Mülleimern zu sammeln, um sich selbst noch versorgen zu können. Oder seien es die Obdachlosen in Berlin, die täglich betteln und um ihren Schlafplatz bangen müssen, während überall Wohnungen in dieser Stadt zu Spekulationszwecken leer stehen. Der bestehende Friede hat die Tausenden von Toten im Mittelmeer zur Folge. Die bestehende Ordnung verwandelt unser Leben tagtäglich in eine sinnlose Abfolge von Arbeit und Konsum, die sich in der Idiotie der überall entstehenden Start-Ups vollendet. Wenn sich Menschen gegen ihr Schicksal wehren, um ihre Abschiebung zu verhindern oder ihre Obdachlosigkeit durch die Besetzung von leerstehenden Häusern zu überwinden, wird die Polizei die waltende Ordnung mit ihren Knüppeln durchsetzen. Mittels Zwangsräumungen und der Zerschlagung von Protesten im Interesse des Kapitals wird Berlin wie so viele andere Städte immer weiter in einen lebensfeindlichen Raum verwandelt.

In diesem Sommer steht nun eine massive Räumungswelle linker Projekte unter einem rot-rot-grünen Senat bevor. Es werden uns weitere Räume genommen, an denen die zwischenmenschliche Kälte der kapitalistischen Gesellschaft noch nicht vollends Einzug erhalten hat. Orte, an denen wir noch ein Bier trinken dürfen, wenn wir das Geld dafür nicht haben. Orte, an denen wir uns abseits des konkurrenzdurchdrungenen Schulbetriebs bilden können. Orte, an denen wir uns nicht in eine Geschlechterordnung gepresst fühlen, in die wir nicht passen wollen. Orte, an denen wir uns als Menschen begegnen, diskutieren, trinken und uns gegen eine Gesellschaft organisieren können, die uns in Klassen spaltet, Menschen unterdrückt und sich immer weiter faschisiert. Linke Parteien, die sich in den Phasen des Wahlkampfs so gerne als das Sprachrohr der einfachen Arbeiter*innen und Mieter*innen darstellen, wirken fleißig an der Umgestaltung unserer Stadt nach den Interessen des Kapitals mit. Sie versprechen in jedem Wahlkampf das Blaue vom Himmel, um nach ihrer Wahl Menschen mittels Polizeigewalt aus ihren Kiezläden, Wohnprojekten und Mietwohnungen zu prügeln. Die Profite des Kapitals und der Knüppel der Polizei gehen seit jeher Hand in Hand, die Gewinne der Besitzenden sind durch die Gewalt gegen die Besitzlosen erkauft. Zu denken, die nächste Sitzblockade oder die nächste linke Regierung könnten diese strukturelle Gewalt abschaffen, ist nicht Ausdruck einer demokratischen Grundgesinnung, sondern eines Mangels an kritischem Bewusstsein. Trotz so vieler „linker“ Regierungsperioden wächst die Schere zwischen arm und reich immer weiter, werden die Mieten immer teurer, das Grenzregime immer rigider und das Leben in dieser Stadt täglich beschissener. Das Ende der Gewalt, bestünde darin, das menschliche Leiden, dass diese Gesellschaft tagtäglich produziert, zu beenden. Das Ende der Gewalt hieße ein solidarisches, selbstorganisiertes Zusammenleben durch die Menschen einer Stadt an die Stelle der brutalen Koexistenz von Armut und Reichtum zu setzen, die heute das Stadtbild von Dahlem bis nach Marzahn prägt.

Wenn ihr euch also einmal wieder ernsthaft mit der Frage der Gewalt auseinandersetzen möchtet, dann sprecht über die Toten im Mittelmeer, die Menschen ohne Obdach und die Renter*innen ohne Geld. All die Menschen, denen die Würde genommen wird, während andere in ihren Villen im Grunewald und auf ihren Yachten im Hafen von Monaco die Champagnerkorken knallen lassen. Sprecht über den immer wiederholenden Verrat linker Parteien an den Menschen, die sich gegen diesen unerträglichen Zustand der Welt zur Wehr setzen. Sprecht über die andauernde Zerstörung von Orten des sozialen Miteinanders und der Lebenswelt von Menschen, die in der Stadt der Reichen keinen Platz finden. Und hört auf unseren Kampf gegen diese unerträglichen Zustände als die eigentliche Gewalt zu bezeichnen. Über dessen Legitimität wusste bereits Bertolt Brecht in einem Lied zu singen:

 

„In Erwägung unserer Schwäche machtet

ihr Gesetze, die uns knechten soll’n

Die Gesetze seien künftig nicht beachtet,

in Erwägung, dass wir nicht mehr Knecht sein woll’n.“

 

 

Vergangenen Samstag war erst der Anfang! Die nächsten Termine:

Mi 05.08. , 19 Uhr, Köpi , Interkiezionale VV

Do 06.08. , ab 20 Uhr, Lange Nacht der Weisestraße

Fr 07.08. , 9 Uhr , Räumung des Syndikat verhindern

Fr 07.08. , 17 Uhr, Herrfurthplatz – Kiezdemo gegen Räumungen – Syndikat bleibt

Fr 07.08. , 21 Uhr, wütende Tag X – Sponti  (Der Ort der Sponti wird kurzfristig bekannt gegeben)

 

Die Stadt der Reichen angreifen – die Projekte verteidigen!

Kiezversammlung 44 – Sonntag – 02. August – 12 Uhr – Manege, Rütlistr. 1-3

Einladung zur Kiezversammlung44

02. August 2020 (jeden 1. Sonntag im Monat)
12.00-14.30 Uhr
im Garten des Jugendclub Manége (Rütlistr. 1-3)

Haus verkauft? – Umwandlung in Eigentum? – Probleme die Miete zu bezahlen?
Du willst dich für einen solidarischen Kiez einsetzen?

Dann komm zur Kiezversammlung44!
Wir organisieren Selbsthilfe in kleinen Gruppen.

Nach Monaten der Isolation und Kontaktsperre ist es Zeit wieder aktiv zu werden, denn Mietenwahnsinn und Verdrängung sind leider nicht in Quarantäne gegangen. Hausverwaltungen stressen immer noch und die Immo-Lobby versucht weiter jeden Zentimeter unseres Kiezes zu Geld zu machen.

Am 2. August sprechen wir unter anderem über:

Lange Nacht der Weisestraße / Räumung des Syndikats verhindern 06.08. ab 20 Uhr
Alte Post und Aufwertung der Karl-Marx-Straße
Nazi-Angriffe in der Wildenbruchstraße und Sonnenallee
Selbsthilfe bei Stress mit dem Vermieter und der Hausverwaltung

Bring gerne DEINE Themen ein!

www.kiezversammlung44.de | jeden 1. Sonntag im Monat | selbstorganisiert und solidarisch

Einladung zur VV: Syndikat-Räumung 07.08. verhindern // Liebig34, Potse, Meuterei verteidigen!

++++++ ENGLISH VERSION BELOW ++++++++++

Es ist wieder einmal an der Zeit zur Vollversammlung aufzurufen. Trotz
Ausnahmezustandes und zwischenzeitlichem Räumungsstopp hat sich die
letzten Wochen einiges in Berlin getan. Bald steht die erste Welle
Räumungen bevor. Kaum hat das Syndikat wieder geöffnet, kam ein
Räumungstermin für den 7. August rein. Die Liebig34 hat ihren Prozess
verloren und auch wenn der verklagte Verein nicht mehr im Haus ist,
schützt dies nicht vor einem Räumungsversuch. SabotGarten wurde mitten
in der Pandemie von Bulldozern überfahren und ist jetzt wieder Brache.
Und auch viele andere bedrohte Projekte und Freiräume in Berlin kämpfen
weiterhin um ihre Existenz und für den Erhalt einer lebenswerten Stadt,
die nicht profitorientiert ist und in der wir gemeinschaftlich
entscheiden wie wir leben wollen.

Dazu wollen wir wieder enger zusammenkommen, um den Kampf für eine Stadt
nach unseren Vorstellungen fortzuführen.

WANN: Mittwoch, 1.Juli 2020 um 19h
WO: im Garten des ://about blank, Markgrafendamm 24c, 10245 Berlin
(S-Ostkreuz)

Auf der Versammlung wollen wir uns gemeinsam auf den aktuellsten Stand
bringen, um zu überlegen, was wir jetzt tun können und was unsere
Perspektiven im Kampf um die Stadt sind.

Die Versammlung wird draußen im Garten des ://about blank stattfinden,
um ein Infektionsrisiko zu minimieren.

Warten wir nicht bis zum Tag X, sondern nehmen diesen Kampf schon jetzt auf!

++++++++++ ENGLISH VERSION +++++++++++

It is time to gather again. A lot has been going on the last weeks, in
spite of the state of emergency and the moratorium of evictions. Soon we
will have to face the first wave of evictions. Syndikat, just after
reopening, received its eviction date for the 7/08/2020. Liebig34 lost
its court case. SabotGarten was bulldozed in the middle of the pandemic
and is now again waste land. And many more threatened projects fight for
their existence and for a livable city, which is not profit-orientated
and where we decide collectively how we want to live.

For this we want to come together again an update and think about what
we can do now and discuss what our perspectives will be.

WHEN: 1st July 2020, 7pm
WHERE: in the garden of ://about blank, Markgrafendamm 24c, 10245 Berlin
(S-Ostkreuz)

The assembly will take place in the garden of ://about blank to keep the
risk of infection low.

Lets not wait till Day X, let’s fight now!

20/06: „la situation des réfugié.e.s et les répercussions du corona“ küfa en selfservice avec présentation en ligne / 20.06. „Die Situation der Geflüchteten und die Auswirkungen des Coronavirus“ Abholküfa mit Onlinevortrag

20. Juni: Abhol-/Liefer-Küfa mit Online-Infoveranstaltung um 20 Uhr von Corasol

Der Text ist vom Blog der Gruppe übernommen:

“Liebe Leute,

zum internationalen Tag der Geflüchteten freuen wir uns sehr, euch zu einem doppelten Event einzuladen. Nämlich zur Veröffentlichung unserer Broschüre mit dem Titel „Die Situation der Geflüchteten und die Auswirkungen des Coronavirus“ und zu unserer ersten Liefer-Küfa.

Zum Essen haben wir einiges vor: Hefeteigbällchen mit gekochten Bohnen und dazu angebratenes Gemüses mit Tofu, kamerunischer Art! Das Essen ist gegen Spende, entweder zur Selbstabholung zwischen 19 und 21 Uhr im Heart’s Fear in der Wildenbruchstr. 24, oder wir liefern euch das Essen aus (in den Bezirken Neukölln, Alt-Treptow und Kreuzberg). Die Bestellung sollten bis max. Samstag, 20.06. um 13 Uhr bei uns eintreffen, damit wir gut planen können. Schickt uns wie viele Portionenihr möchtet unter der Nr. +16043739197. Sagt uns noch dazu, ob ihr selbst abholen kommt (wenn dann denkt bitte dran eine Tuperdose o.ä. mitzubringen) oder ggfls. an welcher Kreuzung euch das Essen geliefert werden sollte.

Unsere Broschüre bekommt ihr entweder mitgeliefert oder bei derAbholung. Es handelt sich um eine Sammlung von Texten, die den Alltag der Geflüchteten in Corona-Zeiten in Deutschland und an den Grenzen darstellt. Alle Texte gibt es auf Deutsch und Englisch. Damit nicht alles auf dem Papier bleibt, organisieren wir zu diesem Thema eine Video-Konferenz auf Big Blue Button. Die Konferenz fängt um 20 Uhr an und findet ebenfalls auf Deutsch und Französisch statt. Klickt zu der Uhrzeit einfach auf folgendem Link: webinar.solitech.org/b/kri-vqa-23j. Logt euch gern 10-15 Minuten vorher, damit wir eventuelle technische Probleme aus dem Weg gehen können.

Wir freuen uns auf euch!

Corasol

————————————

20 juin: repas à emporter ou en livraison et vidéo-conférence

Salut tout le monde,

pour la journée internationale des réfugié.e.s nous sommes heureux.ses de vous inviter à un double événement. D’une part, à la publication de notre brochure dont le titre est „La situation des réfugié.e.s et les répercussion du coronavirus“ et d’autre part à notre première Küfa en livraison.

Au menu, nous avons pas mal de choses: beignets avec le haricot et en plus DG de légumes et tofu! Le repas est à prix libre et sera possible de venir chercher sur place, entre 19h et 21h au Heart’s Fear à la Wildenbruchstr. 24, ou bien nous vous proposons de livrer le repas (dans les quartiers de Neukölln, Kreuzberg et Alt-Treptow). Veuillez nous faire parvenir votre commande jusqu’au samedi 20/06 à 13h maximum pour que nous puissions nous organiser. Ecrivez au numéro suivant, combien de portions vous souhaitez et si vous venez chercher le repas vous-mêmes (essayer de venir avec un récipient pour transporter la nourriture) ou à quel croisement de rue vous voulez être livré.e.s: +16043739197.

Vous pourrez recevoir notre brochure lors de la livraison ou en venant chercher votre repas. Il s’agit d’un compilation de textes quireprésentent le quotidien des réfugié.e.s aux temps du coronavirus, en Allemagne ou aux frontières. Tous les textes sont en allemand et en anglais. Pour que tout cela ne reste pas seulement couché sur le papier, nous organiserons une vidéo-conférence sur ce thème sur Big Blue Button.La conférence commencera à 20h et se tiendra également en allemand et en francais. Il suffit de cliquer á l’heure dite sur le lien suivant: webinar.solitech.org/b/kri-vqa-23j.N’hésitez pas à vous connecter 10-15 minutes plutôt pour que nous puissions essayer de résoudre d’éventuels problèmes techniques en amont.

A bientôt,

Corasol”

kostenlose telefonische Strafrechtsberatung – 13. Mai – 17.00-18.30

Die monatliche kostenlose anwaltliche Strafrechtsberatung der Friedel54
im Exil findet jetzt wieder statt – aber telefonisch.

Diesen Mittwoch, 13. Mai, zwischen 17-18.30 Uhr erreicht ihr eine
solidarische Anwältin unter der Nummer:

016099568191

Sprühen, Kiffen, Freifahren, den Supermarkt enteignen, auf Demos gehen,
rassistischen Cops begegnen, besetzen, Nazis blockieren oder angreifen.
Es gibt viele Gründe mit dem Strafrecht in Konflikt zu geraten. Wer sich
nicht kümmert oder sich rechtliche Beratung nicht leisten kann, kann mit
etwas Pech auch im Knast landen. Die meisten Insassen der Berliner
Knäste sind soziale Gefangene, sie sitzen Ersatzfreiheitsstrafen ab,
weil sie niedrige Strafen nicht bezahlen oder sich keinen guten
Rechtsbeistand leisten konnten. Wir nennen das Klassenjustiz.
Deshalb wollen wir eine einfach zugängliche und nicht vorverurteilende
anwaltliche Beratung sicherstellen.
Ab sofort findet eine monatliche, kostenlose Strafrechtsberatung durch
zugelassene Anwält*innen statt.

Die Beratung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht notwendig.
Sprachen sind deutsch und englisch. Andere Sprachen können angefragt
werden unter f54 [ät] riseup.net

Wir versuchen die Srechstunde wieder monatlich anzubieten.

Vor und nach der Beratung gilt:
Keine Aussage bei den Cops!
Nichts unterschreiben!

Kiez Kino “Leine-Oder bleibt” am 14.04.20

Am 14. April 2020 endete die Frist zur Ausübung des Vorkaufsrecht für den Leine-Oder-Block. Am selben Abend gab es ein mietenpolitisches Nachbarschaftskino. In Solidarität mit den 300 Bewohner*innen des Häuserblocks und dem bedrohten Syndikat gab es kritische Clips und Filme zu gesellschaftspolitischen Themen wie „Arbeit“, „Wohnen“ und „Ausgrenzung“.

Das Kino konnte von den Balkonen und Fenstern, aber auch auf der Straße, natürlich mit genügend Sicherheitsabstand, verfolgt werden. So konnte trotz eines repressiven Demonstrationsverbotes eine kritische Öffentlichkeit geschaffen werden. LeineOder bleibt!

 

Corona Wurfpost No1 & No2 – Jetzt auch in Deinem Briefkasten

C  O  R   O  N    A            ~            W      U             R       F       P O S T

Momentan werden 30.000 Exemplare der Corona Wurfpost, einer selbstorganisierten und unregelmäßig erscheinenden Nachbarschaftspost in den Briefkästen Neuköllns und Kreuzbergs verteilt.Aus dem Editorial:

Seit knapp einem Monat herrscht in Deutschland der Ausnahmezustand. Das öffentliche Leben wurde in einem Ausmaß eingeschränkt, das noch vor wenigen Wochen undenkbar schien. Obwohl sich die Gefährlichkeit des Virus in China bereits deutlich abzeichnete, wurde sie lange ignoriert. Dann ging plötzlich alles ganz schnell.

Um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und einen Kollaps des in den letzten Jahrzehnten kaputt gesparten Gesundheitssystems zu verhindern, wurden weitreichende Maßnahmen beschlossen. Konsequent sind diese aber nicht. Denn während wir uns privat nur noch zu zweit treffen dürfen, müssen Menschen weiterhin in Großraumbüros und Fabriken ihre Arbeit verrichten. Trotz der Aufforderung an die Bevölkerung die eigenen vier Wände möglichst nicht zu verlassen, sind tausende von Obdachlosen gezwungen, weiterhin auf der Straße zu leben – obwohl alle Hotels und Ferienwohnungen in Berlin gerade leer  stehen. So vehement das ‚social distancing‘ beschworen wird, um Leben zu retten – die Gewinne von Unternehmen und die Sauberkeit von Hotelzimmern dürfen dadurch nicht gefährdet werden.

Die Maßnahmen treffen in erster Linie den ärmeren Teil der Bevölkerung. So sind es vor allem schlecht bezahlte und prekäre Berufsgruppen wie Pfleger*innen, Mitarbeiter*innen von Supermärkten, Putzkräfte und Erzieher*innen, die durch eine deutlich höhere Belastung gezwungen sind, die Konsequenzen der Krise aufzufangen. Und während es sich im Garten der Villa am Wannsee in den Frühlingstagen wohl recht gut aushalten lässt, verursachen die Ausgangsbeschränkungen in Familien, die auf engstem Raum und ohne Balkon zusammenwohnen, eine enorme psychische Belastung. In der Krise treten die Klassenwidersprüche unserer Gesellschaft wieder deutlich zutage. Statt uns einreden zu lassen, dass wir nun alle in einem Boot säßen, wollen wir auf diese grundlegenden Missstände aufmerksam machen – und über Alternativen nachdenken, wie  unsere Gesellschaft organisiert werden kann. Dazu möchten wir mit dieser Zeitung einen Beitrag leisten.

Alle Texte der Wurfpost wurden auf folgendem Blog online gestellt. Diesen möchten wir hiermit wärmstens empfehlen:

Corona Wurfpost – Online

 

Außerdem empfehlen wir folgende Blogs, auf denen regelmäßig Perspektiven von unten sowie Analysen und Einschätzungen bezüglich der Corona Pandemie und der aufkommenden ökonomischen Krise veröffentlicht werden.

Solidarisch gegen Corona –  https://solidarischgegencorona.wordpress.com/

Beiträge

 Hände weg vom Wedding

Corona-Krise: Alltagserfahrungen „von unten“

Anarchistisches Radio – Sendung vom 29.03.20 zu Pandemie und Arbeitsteilung