Di. – 11.09. – 19:35 | veg. Essen + Info zu G20-Prozess gegen Lucy, Lieke und Paul | @ UnvermietBar

Deine LieblingsVoKü kocht am Dienstagabend an der UnvermietBar (Friedelstraße 54) wieder leckeren veganen Schmaus.

Ab 20.15 Uhr gibt es auf der Straße einen Vortrag zum Gerichtsprozess gegen drei Berliner*innen im Nachgang der Proteste gegen den G20 in Hamburg 2017.

Die drei Aktivist*innen aus Berlin erzählen von ihrem Prozess, der derzeit am Amtsgericht in HH-Altona verhandelt wird. Der erste Verhandlungstag fand bereits am 06.09. statt. Weitere Verhandlungstage folgen am 20.09. und 11.10. Es werden die Prozesserklärungen verlesen und über den derzeitigen Stand des Verfahrens und den ersten Prozesstag berichtet.

(es gibt eine Schlechtwetter-Alternative)

weitere Infos zum Fall: g20gruppenprozess.blackblogs.org

Hier dokumentieren wir den Aufruf zur solidarischen Prozessbegleitung vom United We Stand-Blog:

Gruppen-Prozess mit G20-Bezug in Hamburg

Anfang September beginnt vor dem Amtsgericht Hamburg-Altona ein
gemeinsamer Prozess gegen drei Aktivist*innen. Angesetzt sind bisher
drei Termine im Sitzungssaal 101/1. Stock, welche am 06.09., 20.09. und
11.10.2018 jeweils ab 10 Uhr unter der Leitung von Amtsrichterin H.
Flatau stattfinden sollen.

Die drei Angeklagten Paul, Lucy und Lieke wohnen in Berlin. Ihnen wird
vorgeworfen versuchte Sachbeschädigung, Widerstand und Widerstand mit
gefährlichem Werkzeug begangen zu haben. Sie wurden in der Nacht von
Freitag auf Samstag in der Arnkielstraße von mehreren Zivilbeamten
überfallen, zusammengeschlagen und entführt, kurz: festgenommen.
Aus bisherigen Verfahren wird deutlich, dass sowieso „schuldig“ ist, wer
überhaupt vor Ort war.

Doch vergessen wir nicht, warum wir in Hamburg waren. Wir wollten das
Treffen der 20 führenden Wirtschaftsnationen stören und damit das
System, für das sie stehen: Kriege, Waffenexporte, Unterdrückung von
Minderheiten, Entrechtung von Geflüchteten, Enteignung und Vertreibung
von Kleinbäuer*innen und Indigenen, Duldung von Hunger, Klima- und
Umweltzerstörung, die Aufrechterhaltung von Ausbeutung, extremer Armut
und extremen Reichtums.

Wir wollten und wir haben Risse in die angeblich alternativlose Realität
des Kapitalismus getrieben – im Herzen der Bestie, in der größten
Hafenstadt Deutschlands, vor den Augen der ganzen Welt.
Beim G20 in Hamburg wurden keine Verbrechen begangen. In Hamburg wurden
Verbrechen geplant – geschützt von Polizei und Politik.

Soligruppe für Paul, Lucy und Lieke

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